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Egon Schiele
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Hg. Helmut Friedel und Helena Pereña für die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, MünchenTexte in Deutsch und Englisch264 S. mit 165 farb. und 15 s/w Abb.
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Der Expressionist Egon Schiele ist heute einer der populärsten Künstler der klassischen Moderne. Einige spektakuläre Lebensepisoden und der frühe Tod des Österreichers haben immer wieder die Frage nach Parallelen zwischen Leben und Werk aufgeworfen. Gerade Schieles provokative Aktdarstellungen und pathologisch wirkende Selbstbildnisse laden dazu ein. Doch wird ein enger biografischer Fokus der Kunst Egon Schieles gerecht? Dieser Band betrachtet Schiele ganz anders: Seine Kunst wird als aktiver Beitrag zu den kulturellen Debatten seiner Zeit diskutiert, sein Werk im Kontext verschiedener Diskurse der letzten Jahrhundertwende, wie etwa der Krise des Individuums. Diese wurde um 1900 unter dem Schlagwort »Das unrettbare Ich« auf den Punkt gebracht. Als Reaktion auf die Krise kann Schieles Beschäftigung mit dem Okkultismus verstanden werden. In der Literatur seiner Zeit lassen sich ähnliche Themenkreise und Probleme wie in seinen Arbeiten erkennen. Schieles Aktdarstellungen reagieren wiederum auf den zeitgenössischen Umgang mit Sexualität. Der reich bebilderte Band eröffnet durch den neuen Ansatz einen anderen, ebenso reizvollen Zugang zum Werk des Künstlers. Expressionist Egon Schiele is one of the most popular artists of classic modernism. Schiele’s spectacular life and early death as well as many of his works – especially the provocative nudes and seemingly pathological self portraits – have time and time again raised questions about parallels between life and work of the Austrian artist. But can such a narrow biographical focus really do Egon Schiele’s art justice? This volume looks at Schiele in a different way. It discusses his oeuvre as a contribution to turn-of-the-century debates and discourse about cultural issues such as the crisis of the individual, which around 1900 was labelled with the phrase “the unsaveable I”. For instance, Schiele’s preoccupation with the occult can be understood as a direct response to this crisis. Some of the themes and issues which we find in Schiele’s art can also be found in the literature of his time, while his nudes respond to contemporary attitudes towards sexuality. These and other topics are discussed in this book which introduces a whole new approach to Schiele and his work. Das schreibt die Presse: "[Der vorliegende Band] räumt auf mit dem Mythos vom einsamen Außenseiter. [...] Tatsächlich unterhält Schiele rege Kontakte zu Kollegen, wendet sich nach der Wiener Akademie an den verehrten älteren Gustav Klimt. Schiele [...] lebte keineswegs traumverloren im Abseits seiner Obsessionen, sondern hellwach in den Themen des Wiener Fin de Siècle, einer Welt im Umbruch." Frankfurter Allgemeine Zeitung |
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