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Rune Mields
Ursprung und Ordnung
Zur Künstlerin: 1935 geboren, seit Ende der sechziger Jahre als freischaffende Künstlerin tätig. 1984: Gastprofessur an der HdK in Berlin, 1987: Kulturpreis Köln, 1989: Ehrengast der Villa Massimo in Rom, 2000: Gabriele Münter Preis. Rune Mields lebt und arbeitet in Köln.
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Texte von Sabine Fehlemann, Dietmar Guderian, Walter Vitt

120 Seiten mit 65 s/w Abb.
22 x 29 cm
Gebunden

Preis: EUR 29,00 (SFr 50,70)

ISBN 978-3-87909-814-9



Es geht nicht um Darstellung, sondern um Erforschung: um eine außerästhetische Reduktion auf das nicht mehr Darstellbare. Da die Mehrheit der Systeme undurchschaubar geworden ist, interessiert es mich, ihre physische Präsenz zurückzuholen. (Rune Mields)

Die Grundelemente in Rune Mields´ Bildern sind Zahlen und Zeichen der nonverbalen Kommunikation. Sie beschäftigt sich mit Erklärungs- und Ordnungssystemen verschiedenster Kulturen, mit deren Hilfe der Mensch versucht hat, sich die Welt anzueignen. Eine große Rolle in ihrem Werk spielt die Auseinandersetzung mit der Mathematik. Ihr gelingt es, den scheinbaren Gegensatz zwischen Kunst und Mathematik zu überwinden und abstrakt-mathematische Systeme visuell umzusetzen. Auf diese Weise kann sie mathematische Phänomene erfassbar machen, die ansonsten in ihrer Dimension unvorstellbar blieben – so z.B. die Repunit-Primzahlen, eine Reihe von Primzahlen, die nur aus Einsen bestehen. Die Faszination, die von einem solchen Ordnungssystem ausgeht, wird dabei auf den Betrachter übertragen. Allen Bildern Rune Mields´ ist die konseqente Reduktion auf die »Nicht-Farben« Schwarz und Weiß gemeinsam.
Der vorliegende Band zeigt Werke aus fünf Themenkreisen. Neben Arbeiten wie den Repunit-Primzahlen gibt es mit Meister der Zeichen einen weiteren mathematischen Werkkomplex. Der Zyklus Lebenszeichen befasst sich mit einer bis zum 20.Jahrhundert gebräuchlichen Bilderschrift, die vom »fahrenden Volk« auf Häusern, Zäunen u.ä. angebracht wurde. Die Serie Genesis zeigt Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen, während sich die Reihe Cantico del Sole mit dem »Sonnengesang« des Franz von Assisi beschäftigt.