Max Ernst und die Natur als Erfindung

    Max Ernst und die Natur als Erfindung
    13.10.2022 bis 29.01.2023 | Bonn

    Die Ausstellung Max Ernst und die Natur als Erfindung untersucht das Werk von Max Ernst als Entwurf einer alternativen Naturgeschichte im Kontext der Kunst seiner Zeit bis in die Gegenwart. In seiner Histoire naturelle von 1926 hat Max Ernst dazu selbst ein Modell formuliert, das von der Entstehung der Welt, über Flora und Fauna zum Menschen und zum Kosmos reicht. Natur wird als provozierender und inspirierender Raum des Möglichen erfasst, der mit der Haltung Max Ernsts übereinstimmt, dass Kunst keine Festlegung und keine Grenzen sucht, dass der Künstler sich selbst nicht finden darf. Mit der Hilfe von Techniken wie Collage, Frottage oder Décalcomanie schuf Max Ernst ein so ver­führerisches wie beunruhi­gendes surreales Universum, eine eigene parallele Bildwelt, die die gleiche Wahrscheinlich­keit und Überzeugungskraft besitzt wie die scheinbar wissenschaftlich bestätigte Natur. Die Auswahl der Gemälde, Zeichnungen, druckgrafischen Blätter und Fotografien bezieht neben Max Ernst 25 Künstler:innen ein, die die Natur ebenfalls als das zugleich vertraute und fremde Andere entwerfen. Dabei zeigt sich die Kunst als das Medium, das geeignet ist, der Natur als einem entzauberten Gegenstand der Forschung und des Konsums Überraschung, Irritation, Geheimnis zurückzugeben. Die Ausstellung nutzt die umfangreichen Bestände des Kunstmuseums Bonn (Sammlung Bolliger, Sammlung Wilfried und Gisela Fitting) und erweitert sie um bedeutende Leihgaben aus Museen und Privat­sammlungen.

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Landschaften mit weißem Horizont, dunkle Wälder, in denen das Unbekannte lauert, Flora und Fauna, eine Pflanzenwelt aus Blumen, Blättern und Baumwesen, schlangenköpfige Figuren, die zu Nashörnern oder Pferden werden – der künstlerische Kosmos von Max Ernst ...

Hardcover

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