Von der Avantgarde in den Untergrund

Texte zur Russischen Kunst 1968 - 2006

  • 240 Seiten
  • schw/w Abb.
  • 20,5 x 12,5 cm
  • Buch
  • Deutsch
  • Erscheinungsdatum: 01.10.2009
  • ISBN 978-3-86832-017-6


Beschreibung

Seit vierzig Jahren beschäftigt sich Hans-Peter Riese mit der Kunst Russlands und der Sowjetunion. Als ARD-Korrespondent in Moskau hatte er Gelegenheit, Museen und Archive zu besuchen und neben Nachkommen von Künstlern der Avantgarde der zehner und zwanziger Jahre auch die Künstler des 'Undergrounds', die Nonkonformisten, kennenzulernen. Eine Auswahl aus der großen Fülle seiner Artikel kreist sowohl um die Heimatstadt von Marc Chagall, Witebsk, als auch um einen der produktivsten Zusammenschlüsse der verbotenen Kunst der Nonkonformisten, die 'Lianosowo-Gruppe', der beispielsweise Oskar Rabin angehört hat. Dass es um russische Kunst und nicht um sowjetische in diesen Texten geht, ergibt sich aus der ungebrochenen Kontinuität der Kunst Russlands, die sich aus der Tradition des Landes, aus der Ikonenmalerei und dem orthodoxen Glauben speist. Wie ein roter Faden zieht sich der Verweis auf jene Tradition, die weit entfernt von einem einfachen Nationalismus ist, durch die Texte dieses Buches. Sie sind deshalb ebenso eine Hommage an die Widerstandsfähigkeit und den Überlebenswillen einer Kunst, die immer wieder verfolgt und unterdrückt worden ist. Angesichts des steigenden Interesses, das die russische Kunst auf den westlichen Kunstmärkten erfährt, ist dieses Buch auch als eine Aufklärungsschrift gedacht und als ein Plädoyer gegen Vorurteile und Klischees.

For forty years Hans-Peter Riese has preoccupied himself with art from Russia and the Soviet Union. As a correspondent for German TV in Moscow, he had the opportunity to visit museums and archives and become acquainted both with the successors of the avant-garde artists of the 1910s and 20s and with “underground” artists, the dissidents. The fact that these texts deal with Russian and not Soviet art is the result of Russian art’s unbroken continuity, which arises from the country's tradition, icon painting and the Orthodox faith. Reference to this tradition is a recurring theme throughout the texts in this book. They are also a homage to the resilience of an art that has been repeatedly pursued and suppressed. In view of the growing interest western art markets are showing in Russian art, this book is also intended to be an educational document.

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